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Verlorene Kulturstätten im Eichsfeld 1945 bis 1989: Eine Dokumentation

, and . Eichsfeld Verlag, Heiligenstadt, 3., unveränderte edition, (2010)

Abstract

Ab September 1945 bis Ende 1949 führten die verantwortlichen Funktionäre in der sowjetischen Besatzungszone die sogenannte Bodenreform durch; so auch im Obereichsfeld. Unter dem Motto »Junker-Land in Bauernhand« folgten Enteignungen im großen Stil. Verschiedene Güter, Höfe usw. verloren ihre angestammten Eigentümer, Besitzer oder Pächter. Seit dem Mauerbau 1961 waren die politischen Machthaber der DDR bestrebt, die Grenze gegenüber dem Westen zu sichern. Zu diesen Sicherungsmaßnahmen gehörte u. a. auch der Abriß von Einzelgehöften oder die Ausweisung bestimmter Personen aus den Grenzkreisen. Viele kulturhistorisch bedeutsame Bauten wie Herrenhäuser, Gutshöfe Vorwerke, Mühlen etc. wurden von 1945 bis 1989 im Eichsfeld als Folge der Bodenreform oder der Grenzsicherungsmaßnahmen bewußt abgerissen oder dem dauerhaften Zerfall überlassen. Volker Große und Gunter Römer – beide aus Kirchworbis/Eichsfeld – zeichnen auf 256 Seiten in dem vorliegenden Buch den Werdegang und den leider meist zu konstatierenden Verfall von vielen, ehemals eindrucksvollen Baudenkmälern nach. Zur besseren Anschaulichkeit nutzen sie mehr als 310 Schwarz-Weiß-Fotos bzw. farbige Fotografien sowie über 50 Strichzeichnungen. Damit entstand für diesen Zeitabschnitt eine für den Freistaat Thüringen und für Ostdeutschland einmalige Geschichtsquelle. Gleichsam wie Phönix aus der Asche erleben die von der Fauna überwucherten, längst verschwundenen Bauten eine Wiederauferstehung zur Freude der mit ihnen emotional verbundenen Menschen. Zugleich richtet sich der vorliegende Bild- und Textband neben den Betroffenen und Zeitzeugen an alle, die sich mit der eichsfeldischen Geschichte identifizieren.

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