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Die SS nach 1945 : Entschuldungsnarrative, populäre Mythen, europäische Erinnerungsdiskurse

, and (Eds.). . Berichte und Studien / Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden Nr. 76 V&R unipress, Göttingen, (2018)

Abstract

1945 wurde die SS von den Alliierten verboten und aufgelost. Damit endete aber nicht die Geschichte dieser verbrecherischen Organisation, die allein in der Waffen-SS bei Kriegsende 600.000 Mann in ihren Reihen zahlte. Vielmehr war bereits zu diesem Zeitpunkt die Auseinandersetzung uber die Bedeutung, Verantwortung und Wirkung der SS und ihrer Mitglieder in vollem Gange - eine Auseinandersetzung, die bis heute andauert. Kollektivschuldvorwurfe standen gegen die Versuche von SS-Gliederungen, sich im Nachhinein von der Gesamtorganisation zu distanzieren. Personelle Kontinuitaten uberschatteten die Neugrundung staatlicher Behorden wie zum Beispiel die Polizei. In Illustrierten und Spielfilmen lebte das Narrativ vom teuflischen SS-Offizier auf und verwandelte die SS medial in eine exklusive Geheimorganisation, die mit dem Gros der Bevolkerung angeblich nichts zu tun hatte. Die Beitrage dieses Bandes analysieren die Strafverfolgung der SS nach 1945, die personellen Seilschaften und politischen Kontinuitaten sowie die Versuche, die SS zu mythifizieren, aber ebenso die vielfaltige Dimension einer nach wie vor virulenten Erinnerungskultur an die SS in Europa. Summary hebis

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