Globalisation and governance. Contradictions of neo-liberal migration management
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HWWA discussion paper Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA), Hamburg, (2002)

Neoliberale Globalisierung hat bisher die Liberalisierung von Handel und Kapitalflüsse impliziert, aber die Frage der Arbeitsmobilität weitgehend ignoriert. Die meisten Verhandlungen über die politische Ökonomie der Globalisierung haben ebenso die internationale Mobilität von Arbeit negiert. Dieses Arbeitspapier fängt an mit der Frage nach den Effekten von Globalisierung auf Mobilität von Personen. Die Schlussfolgerung ist, dass Globalisierung die Weltbevölkerung in einen weltweiten Arbeitsmarkt integriert auf drei Weisen: durch beschleunigte Kommodifizierung der Arbeitskraft, durch Integration (über transnationale Produktion) von nationalen und regionalen Arbeitsmärkten, und durch verschiedene (manchmal neue) Formen internationaler Arbeitsmobilität. Regulierung der Weltwirtschaft wird zunehmend informell und privatisiert, und dieser Trend lässt sich auch bemerken bei der Regulierung von Migrationsflüssen. Das entstehende Regime für internationale Migration ist zugleich restriktiv (um unerwünschten Migrationsformen entgegen zu gehen und die Kontrolle des Staates zu stärken) und liberal (um die Deregulierung und Liberalisierung der Weltwirtschaft zu ergänzen). Dieses Regime entbehrt demokratischer Legitimität. Es wird argumentiert, dass ein neues, demokratisches, multilaterales Regime für die Regulation von internationalen Migrationen errichtet werden soll, das sowohl die Interessen von Regierungen und Großunternehmen als auch die Interessen von Aus- und Einwanderern und betroffenen Bevölkerungen repräsentieren kann.
  • @droessler
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